Uwe Dönisch-Seidel begrüßt Nachbarn, Handwerker und Gäste zur Festveranstaltung
Ministerin Fischer äußerte Verständnis für die Bedenken der Menschen, die in der Nachbarschaft einer forensischen Klinik wohnen. Sie dankte den Menschen in Dortmund ausdrücklich dafür, dass sie “den Bau der Forensik stets konstruktiv begleitet haben“, denn trotz aller Bedenken „wissen alle, dass schuldunfähige und vermindert schuldfähige Straftäter sicher in Kliniken untergebracht werden müssen“, so Fischer.
Der Vorsitzende des Planungsbeirats, Pfarrer Friedrich Stiller, erinnerte an die anfänglich heftige Ablehnung gegenüber den Forensik-Plänen: „In vielen Gesprächen, öffentlichen und privaten, mit unterschiedlichsten Aktivitäten zur Information und Diskussionen, gelang es nach und nach, die Debatte zu versachlichen“.
Beiratsvorsitzender Friedrich Stiller
Dabei sei immer deutlicher geworden: „In einer humanen Gesellschaft gibt es keine humane Alternative zur Forensik“, so Stiller.
„Für das Gesamtkonzept zur Verbesserung von Qualität und Sicherheit im nordrhein-westfälischen Maßregelvollzug ist der Ausbau der forensischen Plätze ein wichtiger Baustein“, erklärte die Gesundheitsministerin. Weitere Bausteine seien die Modernisierung der bestehenden Forensiken, die Schaffung von Übergangseinrichtungen und der Ausbau eines Nachsorgekonzeptes. Möglichst noch in diesem Jahr solle an den fünf weiteren Forensik-Standorten in Duisburg, Essen, Köln, Herne und Münster mit dem Bau begonnen werden.