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Ambulante Begleitung sichert Therapie-Erfolge

Eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg, wenn es um die sichere Entlassung eines Patienten aus dem Maßregelvollzug geht. Wo wird der Patient nach der Entlassung wohnen? Wie selbständig kann er leben? Welche Unterstützung benötigt er? Findet er eine Beschäftigung – in einer Förderwerkstatt oder im Erwerbsleben? Bei der Klärung all dieser Fragen sind unsere Fachleute der Forensischen Ambulanz schon vor der Entlassung eingebunden.

Während der letzten Ausgangsstufe werden die Entlass-Kandidaten dann in das neue Umfeld eingeführt, um sich einzugewöhnen und zu schauen, ob die Bedingungen passen. Nachdem das Gericht die Entlassung auf Bewährung ausgesprochen hat, bleiben unsere Ambulanz-Beschäftigten am Ball und begleiten den neuen Alltag der Ex-Patienten außerhalb der Klinik – meistens für einen Zeitraum von fünf Jahren.

Eine Frau hält einem Mann eine schwere Glastür nach draußen auf. (Bild: LWL/Cord).

Engmaschiges Hilfe-Netz

Während der Bewährungszeit hält die forensische Ambulanz sowohl den Kontakt zum Patienten als auch zu den Beschäftigten der Bewährungshilfe, der Führungsaufsichtsstellen und gegebenenfalls zu den Beamten des polizeilichen KURS-Programms. Auch mit den Beschäftigten der nachfolgenden Einrichtungen im gemeindepsychiatrischen System bleiben unsere Ambulanz-Fachleute im Gespräch. Auf diese Weise wird ein engmaschiges Netz aufgespannt, das den Wiedereingliederungsprozess absichert.

Sollte es in dieser Zeitspanne Schwierigkeiten geben, besteht die Möglichkeit einer kurzfristigen Krisenbehandlung in unserer Klinik. Zu diesem Zweck können bedingt Entlassene für eine intensive Kurzbehandlung in die Klinik zurückgeholt und gegebenenfalls weitere Maßnahmen getroffen werden.

Die positive Wirkung einer ambulanten Begleitung hat auch die gesetzgebenden Instanzen überzeugt. Daher ist das Land Nordrhein-Westfalen gesetzlich verpflichtet, die Kosten dafür zu tragen.

Ein rotes Wollknäuel mit einem Faden, der aus dem Bild läuft. (Grafik: LWL/SchuFi)

Effektive Nachsorge dank Heimatnähe

Die Lage der Wilfried-Rasch-Klinik inmitten der Heimatregion ihrer Patienten ist ein großer Vorteil für die Arbeit der forensichen Ambulanz: Dadurch können unsere Fachleute die Begleitung der Reha in gemeindepsychiatrischen Einrichtungen in Dortmund und Umgebung effektiv und alltagsnah begleiten.

Rund 70 Patienten werden während ihrer Wiedereingliederung von uns begleitet, die meisten sind aus anderen Kliniken hierher entlassen worden. Damit gehört unsere Ambulanz aufgrund des bevölkerungsstarken Versorgungsgebietes zu den größten in der Region.

Ein rotes Wollknäuel mit einem Faden, der aus dem Bild läuft. (Grafik: LWL/SchuFi)